Freitag, 13. Februar 2009

Vladimir - der deutsche Besuch.

Inzwischen bin ich wieder brav ins Büro gegangen und habe mich an den dortigen Ritualen beteiligt. An Sitzungen mitgesprochen, telefoniert, Entscheidungen gefällt und Entscheidungen umgesetzt. Bei einer Besprechung dozierte ein wichtiger Mensch: “Zeit ist Geld.“ Ich dachte mir, eigentlich ist Geld nicht Zeit, Zeit ist Zeit. Aber irgendwie tönte das auch klugscheisserisch. Dann war die Arbeitswoche vorbei. Am Wochenende war Jutta aus Düsseldorf zu Besuch. Ihr zu Ehren und um dieses löwenmässig-wilde Haar zu bändigen, ging ich vorher am Waisenhausplatz zum Coiffeur, zum Herrencoiffeur, zum Herrencoiffeur-ohne-weibliche-Kunden-Coiffeur. Am Ende wedelte die schneidende Frau mit einem Spiegelchen durch die Gegend und wollte wissen, ob mir die Frisur nun passt. Einigermassen. Aber schlussendlich machen Coiffeure sowieso immer was sie wollen. Item. Am Bahnhof holte ich dann die Düsseldorferin ab. Sie roch winterlich-verschwitzt, aber nicht unangenehm. Ist schon toll, auf dem Perron einer Freundin entgegen zu rennen. Allenfalls sollte ich dies öfters tun. Drei Tage später ging die Jutta wieder. Diesmal frisch geduscht. Zurückgelassen hat sie zwei Erkenntnisse: Frauen verbrauchen unsäglich viel WC-Papier und Katzen sind anders weich als Brüste.

1 Kommentar:

  1. schluepfrig und doch hochstehend - hochstehend und doch polemisch - polemisch und doch interessant - interessant und so richtig schluepfrig

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