Freitag, 23. Mai 2008

Do not take any risks.

Went to the old town today,
to buy a present for a birthday,
kinda difficult at that age,
especially if it is not a mortgage.

But I filled my used bags,
walking behind some riskless ass,
as usual I have bought a book,
this time about how to cook.

Montag, 19. Mai 2008

Berner Seltsamurbankeiten I.

Modell Blütenstaubvelo.

Neulich an der Herzogstrasse:

Tropisches Gewitter,
tüchtiger Südwind,
farbloses Villiger-Alurad,
Altpapiersammlung und
frühlingshafter Blütenstaub.

Freitag, 16. Mai 2008

"Kennsch" macht auf "schampar".

Wie bereits durch den legendären Stukic angekündigt, breitet sich "kennsch" wie eine sympathische Epidemie durch den berndeutschen Sprachraum aus. Inzwischen sind auch die gewitzten YB-Forümler überzeugte Jünger dieses eingängigen Wortes geworden: "Kennsch OBI-Cup?" (für Vergrösserung auf Bild klicken).

Willst Du die Geschichte von "Kennsch" richtig kennen. Dann klick Dich zum Stukic: http://stukic.blogspot.com/2008/05/kensch-kensch.html

Zwischen der Herzogstrasse und dem Viktoriaplatz besteht übrigens eine schampar amüsante Nuance, welche Linguisten entzücken wird. "Kennsch" (Herzogstrasse) vs. "Kensch" (Viktoriaplatz).

Donnerstag, 15. Mai 2008

Grünpflanzenhygiene. nur so.

Vor lauter Kyoto, Klimaerwärmung und Naturkatastrophen werden viele Pflanzen ganz unsicher. Manche gehen lustlos ein, andere passen sich evolutionär den neuen und ambivalenten Bedingungen an. Eine kleine, aber durchaus interessante Gruppe von Hundehäuschenmonolithloggia-Grünpflanzen hat sich aber spontan zum temporärern Umzug in die Badewanne entschieden: Entlausungen, Duschen, Wellness, Baden, Schrubben... Die Hygiene wird hier hochgeschrieben. Dieses Verhalten könnte durchaus einen Motivationsschub bei eher schmuddeligen Pflanzen am Autobahnrand auslösen. Anstatt zu jammern ("Immer dieses mühsame Wruuuuuuuum.", "Ich will in den Wald."), könnten sie ja einmal in eine Badewannen gehen und sich der Hygiene widmen. Nur so.

Mittwoch, 14. Mai 2008

Manche mögen Bücher, manche eher nicht.

"Einige Bücher sollte man schmecken, andere verschlucken, und einige wenige kauen und verdauen." (Francis Bacon)
"Ein Raum ohne Bücher ist ein Körper ohne Seele." (Cicero)
"Bitte nicht schon wieder ein Buch zu Weihnachten." (Freddy Bandy)
"Die vollkommene Dame wird darauf achten, dass in den Bücherregalen die Werke männlicher und weiblicher Autoren streng getrennt stehen. Mann sollte sie nur dann zusammenstellen, wenn die Verfasser miteinander verheiratet sind." (Gough)
"Liest Du? Ja, SMS." (Anonym)


Krokodile.

Belesene Krokodile auf Jamaica diskutieren ausführlich und einigermassen intelligent das neueste Werk eines schlaumeierischen Alligators. Vermutlich.

Neulich bei der Benutzung der Fussballinfrastruktur.

Dank einem generellen Alkoholverbot im Stadiongelände der unsäglichen Finalissima haben die beiden Jungfans (siehe links) beschlossen, sich die Promille bereits ausserhalb des Joggeli zu beschaffen. Dies hat offensichtlich geklappt. Als Türsteher haben sie die sanitären Anlagen des Sektor G2 beschützt. Rechterhand die Szenerie um Mitternacht auf dem Quartierplatz beim Wankdorf, wo leider nicht das Wunder von Bern, sondern die Umweltverschmutzung von Bern zelebriert wurde. Aber YB-Wurscht, nächstes Jahr werden wir Weltmeister der Schweiz und trinken alkoholhaltiges Bier aus Mehrwegbechern.




Mittwoch, 7. Mai 2008

Champagner-Testtrinken in Basel.

Einmalige Möglichkeiten ergeben sich zwangsläufig nur einmal oder allenfalls selten. Aber auf jeden Fall nicht häufig. Nun können wir nächsten Samstag Weltmeister der NLA werden. Bei einem Maibummel nach Bisel habe ich heute ein Champagner-Testtrinken am Bahnhof veranstaltet. Der Veuve Clicquot sprudelte fröhlich und mundete trotz den Ruckeleien im ICE.

Montag, 5. Mai 2008

Schampar lebt!

Im bahn- und trambrechenden "Berner Jahrbuch 1986" von den genialen Frauen Ryter und Berchtold wird ein lokaler Dolce-Vita-Approach gefeiert: "Vom tantzen, spilen, zuotrincken und schampparen läben". - Wasser auf die schamparen Mühlen der Freundinnen und Freunde linguistischer Orgasmen.

Mittwoch, 30. April 2008

Gesal gegen Insekten.

Durch gemeine Scharmützel aus dem seltsamen Fendant-Land, Kartenflut und aufmüpfige Sprüche von Carlos V. sind die Young Boys geschwächt. Aber jetzt lassen wir uns von den Pharma-Buben nicht mehr die Butter vom Brot streichen. Nein, wir werden sicherlich Meister der Herzen und anschliessend noch Meister der Tabelle und mit grösster Wahrscheinlichkeit auch noch Weltmeister. Dabei werden wir vom überragenden Herrn Saïf Ghezal unterstützt. Dieser wird sämtliche Insekten aus Neuenburg, Grasshopperland und Bosel abwehren. Wir danken bereits im Voraus: "Merci".

Einen Florence machen XIIX.

Modell Mexican Explosion.

In den Tiefen dieses Florence’s liegen die längst trockenen Kleider wohlgeordnet auf Ihren Leinen. Darüber eine sich auftürmende Schicht Bürohemden als Füllmaterial. Es brodelt ordentlich. Bedeckt wird dieses mexikanische Ungeheuer durch eine feine Schicht gewobener Decke aus der Stadt der Engel. Die Farben symbolisieren die Lebensfreude im Angesicht des bevorstehenden Vulkanausbruchs. Erstaunlicherweise spuckt der Berg des Todes aber keine Lavasteine raus; er beschränkt sich auf zwei Schuhspanner aus dem unteren Preissegment.

Mittwoch, 23. April 2008

Rolltreppe im Regen.

Ist mir viel zu blöd,
die Rolltreppe im Loeb.
Lieber unregelmässige Treppen,
als im Heer der Shoppingdeppen,
Im vierten Stock kaufe ich einen Schirm,
so bleibt trocken mein feuchtes Hirn.
An der Kasse kein Geld, bloss Karten, aber alle unerklärlicherweise gesperrt.
Hoffentlich regnet es heute nicht.

Dienstag, 22. April 2008

Erbsenpflanzen.

Sie sind wie Pflanzen. Erbsenpflanzen. An der Stange ordentlich eingepackt in bohnenartige Hüllen. Die Pflanze räkelt sich hoch. In alle Richtungen strebend, aber stets wieder zurück an die stützende Stange. Bei der Ernte dann: Bohnen werden geöffnet, die Erbsinnen springen raus. Erstaunlicherweise auch roh ein Genuss. Mehlig, aber frischer als aus den Büchsen. Darin meistens zusammen mit matschigen Karotten. Auch die Erbsen zu weich, ohne Konsistenz. “Arme Leute“-Essen sagte die Grossmutter jeweils. Dazu Kartoffelstock, echt aber gestreckt, und eine braune Sosse mit trockenen Pilzen. Sehr salzig, aber gut. Wir heute nur noch selten serviert.

Freitag, 4. April 2008

Osnabrück.

Tierisch, instinktiv werden wir getrieben.
Eingeschränkte Entscheidungsfreiheit,
immer Suche nach Glück (vielleicht hinter Osnabrück),
mehr Glück, noch mehr.
Das Treiben gewinnt an Geschwindigkeit,
kaum Zeit auf den Weg zu achten,
die Abzweigungen verstecken sich hinter verschwommenen Bäumen.
Einfältigkeiten, Ablenkungen, Hauptsache keine Zeit.
Zeit abkurbeln, hinter sich lassen,
jeden Tag Sommerzeitumstellung.

Dienstag, 1. April 2008

Winderei.

Die Katze jagt das fliegende Papier. Die Wolken rasen über den Himmel. Weiss, blau – Sonne, Schatten. Der Wind jault auf, lässt die vertrockneten Bäume knirschen. Passanten eilen rasch vorbei, die einen mit dem Wind im Rücken, andere aufgeblasen wie Pirelli-Männchen, fette Ballettänzerinnen. Die Vögel sind verschwunden. Wie ein Orchester ohne Instrumente. Dort ein Schrei, vielleicht. Die Sonne geht alle drei Minuten neu auf. Nun Wolken wie Luftschiffe.